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Warum hat Kärnten so viele Seen?

Wörthersee_1

Kärnten ist mit über 1.200 Seen das wasserreichste Bundesland Österreichs. Die Gesamtfläche aller Seen beträgt rund 60 Quadratkilometer, was etwa 0,6 Prozent der Landesfläche entspricht. Der größte See Kärntens ist der Wörthersee. Er bedeckt eine Fläche von 19 km² und misst in der Ost-West-Ausdehnung 16,5 km.

Die Antwort auf die Frage nach der großen Anzahl an Seen liegt in der geologischen und klimatischen Geschichte des Landes. Die meisten Seen in Kärnten haben eine glaziale Entstehung, das heißt, sie wurden durch die Wirkung von Gletschern geformt. Vor etwa 20.000 Jahren war Kärnten von einer dicken Eisschicht bedeckt, die sich vom Alpenhauptkamm bis zum Klagenfurter Becken erstreckte. Die Gletscher schürften tiefe Täler und Becken aus, die sich nach dem Abschmelzen des Eises mit Wasser füllten.

Die Seen liegen mehrheitlich in tektonischen Zerrüttungszonen, die durch Brüche und Faltungen im Gestein entstanden sind. Sie sind daher oft von steilen Bergen umgeben, die einen malerischen Kontrast zum Wasser bilden.

Seen in Kärnten: Sedimenteintrag und hohe Wassertemperaturen

Die Kärntner Seen sind bis heute ständigen Veränderungen unterworfen. Zum einen bringen die Flüsse und Bäche, die in die Seen münden, Sedimente mit, die sich am Grund ablagern. Diese Sedimente sind oft nährstoffreich und fördern das Pflanzenwachstum im Wasser. Dadurch kommt es zu einer Verlandung der Seen, wodurch sich ihre Größe und Tiefe verringert. Zum anderen hat das Klima in Kärnten einen Einfluss auf die Seen. Kärnten hat ein mildes und sonniges Klima, das von mediterranen und kontinentalen Einflüssen geprägt ist. Die Sonneneinstrahlung erwärmt die Oberfläche der Seen, die oft eine geringe Wassertiefe haben. Die Wärme wird nur langsam an die Tiefe abgegeben, was zu einer starken Temperaturschichtung im Wasser führt. Daher haben die Seen im Sommer hohe Oberflächentemperaturen, die bis zu 28 Grad Celsius erreichen können.

Wie viele Seen gibt es in Kärnten genau?

Die Anzahl der Seen in Kärnten ist nicht einfach zu bestimmen, da es darauf ankommt, wie ein See definiert wird. Wenn man alle stehenden Gewässer, die größer als 100 Quadratmeter sind, als Seen bezeichnet, dann kommt man auf 1.270 Seen in Kärnten. Davon liegen 670 auf einer Höhe von mehr als 1.000 Meter über dem Meeresspiegel. Die Gesamtfläche aller Seen beträgt rund 60 Quadratkilometer, was etwa 0,6 Prozent der Landesfläche Kärntens entspricht. Die Seen in Kärnten sind das Ergebnis einer langen und komplexen Entwicklung, die von geologischen, klimatischen und biologischen Faktoren bestimmt wurde. Die Gewässer sind ein wichtiger Bestandteil der Landschaft und der Kultur in Kärnten. Sie bieten nicht nur Erholung und Freizeit für die Menschen, sondern sind auch Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Ein Ferienhaus in Kärnten am See ist eine beliebte Urlaubsunterkunft.

Millstätter See

Welcher ist der größte See in Kärnten?

Der größte See in Kärnten ist der Wörthersee, der sich in Ost-West-Richtung über eine Strecke von 16,5 km erstreckt und eine Fläche von 19,39 km² bedeckt. Er liegt im Klagenfurter Becken und ist von einer malerischen Hügellandschaft umgeben, die ihre heutige Form nach dem Abschmelzen der Gletscher in der letzten Eiszeit erhielt. Der Wörthersee ist ein vielseitiger und attraktiver See, der für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Er ist ein ideales Reiseziel für einen abwechslungsreichen und erholsamen Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung in Kärnten.

Der Wörthersee ist bekannt für sein mildes Klima und seine angenehm warme Wassertemperatur, die im Sommer bis zu 28 °C erreichen kann. Er ist ein Paradies für Badeurlauber und Wassersportfans, die hier Schwimmen, Tauchen und Segeln sowie Stand Up Paddling, Wasserski fahren und Windsurfen können. Auch Radfahrer, Wanderer und Kulturinteressierte kommen hier auf ihre Kosten, denn am Seeufer gibt es zahlreiche Radwege, Wanderstrecken, Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele. Der größte See Kärntens zählt zu den Top-Reisezielen in dem Bundesland.

Rund um den Wörthersee verteilen sich Städte und Dörfer, die ihre Besucher mit einem individuellen Charme empfangen. Klagenfurt ist die Landeshauptstadt von Kärnten. Sie verfügt über einen historischen Stadtkern, ein Strandbad, ein Planetarium, einen Reptilienzoo und das Minimundus, einer Miniaturwelt mit Nachbauten berühmter Bauwerke. Maria Wörth, ein malerischer Ort auf einer Halbinsel mit zwei romanischen Kirchen, die zu den ältesten und bedeutendsten Sakralbauten Kärntens zählen. Ein mondäner Kurort mit dem berühmten Schlosshotel, das als Drehort für die Fernsehserie „Ein Schloss am Wörthersee“ diente, ist Velden. Pörtschach am Wörthersee ist ein traditionsreicher Badeort mit einer schönen Promenade, einem Kurpark und einem Congress Center, das jährlich das internationale Musikfestival „Wörthersee Classics“ veranstaltet.

Welcher ist der wärmste See in Kärnten?

Der wärmste See in Kärnten ist der Klopeiner See, der im Südosten des österreichischen Bundeslandes nahe der slowenischen Grenze liegt. Er gehört zur Gemeinde Sankt Kanzian am Klopeiner See und ist etwa 26 Kilometer von Klagenfurt entfernt. Der Klopeiner See bedeckt eine Fläche von 1,1 Quadratkilometern und hat eine maximale Tiefe von 48 Metern. Er ist der Überrest eines einst viel größeren Sees. Dieser verlandete nach dem Ende der Eiszeit durch den Eintrag von Sedimenten. Der Klopeiner See ist bekannt für seine hohen Wassertemperaturen, die im Sommer bis zu 29 Grad Celsius erreichen können. Damit ist er rund drei Grad wärmer, als der wärmste Alpenmoorsee der Steiermark (Putterersee). Der Grund für die hohen Wassertemperaturen liegt in der geringen Durchströmung des Sees, die ihn zu einem der am wenigsten durchfluteten Seen Kärntens macht. Das Wasser hat Trinkwasserqualität und beherbergt 15 Fischarten, die vor allem für Angler interessant sind.

Am Klopeiner See erwarten Sie zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Rund um den See verteilen sich mehrere Strandbäder, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden. Es gibt jedoch auch Strände, die von der Gemeinde bewirtschaftet werden und gegen eine Gebühr öffentlich zugänglich sind. Neben dem Baden lädt der See zum Surfen, Tauchen, Segeln, Bootfahren und zum Angeln ein. Für die Fitness am Ufer sorgen zahlreiche Radwege und Mountainbiketrails sowie der 18-Loch-Golfpark Klopeinersee-Südkärnten. Wer es ruhiger mag, kann sich im Kärntner Badehaus am Klopeiner See mit Wellness und Spa verwöhnen lassen.

Orte am Seeufer sind Klopein, Seelach und Unterburg, die alle zur Gemeinde Sankt Kanzian am Klopeiner See gehören. Klopein ist der größte und bekannteste Ort, der direkt am Nordufer des Sees liegt. Dort befinden sich die meisten Ferienwohnungen, Restaurants, Cafés, Bars und Geschäfte. Seelach liegt am Ostufer des Sees und ist etwas ruhiger als Klopein. Unterburg liegt am Südufer des Sees und ist der älteste Ort am See. Hier befindet sich die Pfarrkirche St. Georg, die aus dem 12. Jahrhundert stammt und einen romanischen Kirchturm hat.

Weißensee

Welcher See in Kärnten hat die beste Wasserqualität?

Das Land Kärnten veröffentlicht regelmäßig einen Seenbericht, in dem unter anderem auf die Wasserqualität der Seen eingegangen wird. Demnach haben 7 Kärntner Seen die beste Wasserqualität, die als "ausgezeichnet" eingestuft wurde. Das bedeutet, dass sie sehr nährstoffarm sind und eine hohe Sichttiefe haben. Folgende Seen haben in Kärnten diese Einstufung erhalten:

  • Der Faaker See, der südlich von Villach liegt und für seine türkisblaue Farbe bekannt ist. Er hat eine maximale Sichttiefe von 10,5 Metern und eine durchschnittliche Wassertemperatur von 21,2° C im August. Wassersport, Wandern und Radfahren zählen zu den beliebtesten Aktivitäten an diesem Binnengewässer. Am Seeufer gibt es mehrere Orte, wie Faak am See, Drobollach und Egg am Faaker See.

  • Der Millstätter See, der östlich von Spittal an der Drau liegt und der zweitgrößte See in Kärnten ist. Er hat eine maximale Sichttiefe von 8,5 Metern und eine durchschnittliche Wassertemperatur von 21° C im Juli. Er bietet viele Möglichkeiten für Aktivurlauber, wie Schwimmen, Segeln, Surfen, Tauchen, Angeln, Golfen oder Reiten. Am Seeufer befinden sich Orte wie Millstatt, Seeboden, Döbriach und Pesenthein.

  • Der St. Johanner Badesee, der nordwestlich von Villach liegt und ebenfalls ein künstlicher See ist. Er hat eine maximale Sichttiefe von 7 Metern und eine durchschnittliche Wassertemperatur von 22° C im August. Er ist ein familienfreundlicher See, der über einen Sandstrand, einen Spielplatz, einen Beachvolleyballplatz und einen Kiosk verfügt. Am Seeufer liegt der Ort St. Johann im Rosental, der zu der Gemeinde Feistritz im Rosental gehört.

  • Der Turracher See, der an der Grenze zwischen Kärnten und der Steiermark liegt und der höchstgelegene See in Kärnten ist. Er hat eine maximale Sichttiefe von 6,5 Metern und eine durchschnittliche Wassertemperatur von 16° C im August. Er ist ein malerischer Bergsee, der von einer alpinen Landschaft umgeben ist. Er ist vor allem im Winter ein beliebter Ort für Skifahren, Langlaufen, Eislaufen oder Schneeschuhwandern. Am Seeufer liegt der Ort Turrach, der zu der Gemeinde Reichenau gehört.

  • Der Weißensee, der nördlich von Hermagor liegt und der viertgrößte See in Kärnten ist. Er hat eine maximale Sichttiefe von 13,5 Metern und eine durchschnittliche Wassertemperatur von 21,2°C im August. Er ist ein fjordartiger Alpensee, der etwas abseits der großen Touristenströme liegt. Der umliegende Naturpark lädt zum Radfahren, Mountainbiken, Wandern, Klettern und Reiten ein. Am Seeufer liegen die Orte Neusach, Techendorf, Oberdorf und Gatschach, die alle zu der Gemeinde Weißensee gehören.

  • Der Magdalenensee, der südöstlich von Villach liegt und ein kleines Binnengewässer ist. Er hat eine maximale Sichttiefe von 6 Metern und eine durchschnittliche Wassertemperatur von 20° C im August. Er ist ein ruhiger und beschaulicher See, der zum Baden und Angeln geeignet ist. Am Seeufer gibt es nur einen Ort, Magdalensberg, der für seine römischen Ausgrabungen bekannt ist.

  • Der Ferlacher Badeteich, der südwestlich von Klagenfurt liegt und ein künstlich angelegter See ist. Er hat eine maximale Sichttiefe von 7,5 Metern und eine durchschnittliche Wassertemperatur von 23° C im August. Er ist ein ruhiger und idyllischer See, der zum Entspannen und Erholen einlädt. Am Seeufer gibt es nur einen kleinen Ort, Ferlach, der auf eine lange Büchsenmachertradition zurückblickt.

Neben diesen kristallklaren Seen gibt es noch eine Reihe weiterer Seen in Kärnten, die mit einer exzellenten Wasserqualität punkten, durch den stärkeren Eintrag an Sedimenten jedoch eine geringere Sichttiefe als die genannten haben.